Aktuelle Fortbildungen, Schulungen und Kurse zur sicheren Waldarbeit

Zunehmende Stürme, Trockenheit, Schadinsekten oder Schneebruch erfordern neue Waldpflegestrategien. Zudem haben immer mehr Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer keinen land- und forstwirtschaftlichen Hintergrund. Die Förster des AELF Holzkirchen veranstalten daher insbesondere mit den Waldbesitzervereinigungen Wolfratshausen und Holzkirchen zahlreiche Fortbildungen, Schulungen und Motorsägenkurse für interessierte Waldbesitzer.
Meldungen
10 Abendveranstaltungen
Waldwissen kompakt – Grundlagen für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer
© U. Schweizer
Für interessierte Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer startet das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Holzkirchen ab Mittwoch, den 11. Februar 2026 erneut die beliebte Bildungsreihe mit dem Titel: „Waldwissen kompakt – Grundlagen für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer“. Mehr
Unsere Veranstaltungen
Überblick über die verschiedenen Kurse und die Inhalte:
Grundkurs für sichere Waldarbeit
- Beschreibung:
Ein Muss für alle Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, die im Wald mit der Motorsäge arbeiten! Der Kurs beinhaltet schwerpunktmäßig: Unfallverhütungsvorschriften – Wartung und Pflege der Motorsäge – Fällen und Aufarbeiten von Bäumen (einfache Verhältnisse). - Ausrüstung:
Mitzubringen sind eine komplette persönliche Schutzausrüstung: Schutzhelmkombination (nicht älter als 5 Jahre ), Schnittschutzhose, Schnittschutzschuhe, Arbeitshandschuhe und eine eigene Motorsäge. Die Ausrüstung wird nicht gestellt! - Dauer:
Der Kurs ist zweitägig – ein Theorietag und ein Praxistag im Wald - Verpflegung:
An beiden Tagen ist eine Selbstverpflegung vorgesehen. - Kosten:
60 € für zwei Tage
Bei einer Absage bis zu einer Woche vor Kursbeginn sind die vollen Kurskosten zu bezahlen. Erfolgt die Absage länger als eine Woche vor Beginn, wird eine volle Rückzahlung der Kosten gewährt.
Termine und Anmeldung
Hier können Sie die Termine einsehen und sich online für die Kurse anmelden:
Die Anmeldung für die 1. Jahreshälfte ist ab 15. Januar 2026 möglich, für die 2. Jahreshälfte (inklusive Januar Folgejahr) ab 1. Juni 2026.
Ansprechpartnerin
AELF Holzkirchen
Rudolf-Diesel-Ring 1a
83607 Holzkirchen
Telefon: 08024 46039-1726
Fax: 08024 46039-1111
E-Mail: poststelle@aelf-hk.bayern.de
Aufbaukurs Starkholz
- Beschreibung:
Diese Kurse richten sich an Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer mit absolviertem Grundkurs und sehr viel Praxiserfahrung.
Nadelstarkholz: Fällung, Einsatz Hydraulikheber und / oder Seilzug
Laubstarkholz: Fälltechnik bei Hängern, Schnitttechnik bei Spannungen - Ausrüstung:
Mitzubringen sind eine komplette persönliche Schutzausrüstung: Schutzhelmkombination (nicht älter als 5 Jahre ), Schnittschutzhose, Schnittschutzschuhe, Arbeitshandschuhe und eine eigene leistungsstarke Motorsäge mit langem Schwert und möglichst zusätzlich eine leichtere Motorsäge. Die Ausrüstung wird nicht gestellt! - Dauer:
Eintägiger Praxistag im Wald - Kosten:
I.d.R. 40 €
Termine und Anmeldung
Hier können Sie die Termine einsehen und sich online für die Kurse anmelden:
Die Anmeldung für die 1. Jahreshälfte ist ab 15. Januar 2026 möglich, für die 2. Jahreshälfte (inklusive Januar Folgejahr) ab 1. Juni 2026.
Ansprechpartnerin
AELF Holzkirchen
Rudolf-Diesel-Ring 1a
83607 Holzkirchen
Telefon: 08024 46039-1726
Fax: 08024 46039-1111
E-Mail: poststelle@aelf-hk.bayern.de
Geld verdienen im Wald und dabei das Risiko senkenWer will nicht im Wald Geld verdienen, gleichzeitig den Wald stabilisieren, das Risiko senken und dabei noch den Wald zukunftsfest machen?
Bei einem Abendspaziergang wollen wir uns verschiedene Maßnahmen im Stadtwald Bad Tölz ansehen und diskutieren. Der Begang ist sowohl für Profis als auch für Einsteiger geeignet, soweit sie gut „geländetauglich“ sind.
Junge Wälder zielgerichtet pflegenWichtige Weichenstellung für zukünftige Wälder. Die Pflege junger Waldbestände entscheidet über die Stabilität, Vielfalt und Zukunftsfähigkeit eines Waldes. Bereits in sehr jungen Jahren muss den gewünschten und an den Boden angepassten Baumarten geholfen werden. Gezielte Pflege stärkt Mischbestände, fördert ihre Stabilität und lenkt den Zuwachs auf klimaangepasste und wirtschaftlich wichtige Baumarten.
Bei einer praktischen Waldbauübung mit Förster Siegfried Waas, Forstwirtschaftsmeister Thomas Hobmeier und WBV-Förster Michael Weisenbach werden Beispielbestände gemeinsam ausgezeichnet und praktische Schnitttechniken mit der Motorsäge vorgestellt. Darüber hinaus werden aktuelle staatliche Fördermöglichkeiten erläutert.
Jugendpflege im Fichten-Buchenwald – Zeitverschwendung oder notwendig?10 bis 30-jährige Fichten und Buchen, dazu ein paar Tannen, Eichen und Ahorn – wie lassen sich solche Mischwälder effektiv und „richtig“ pflegen? Wie werden die Bäume stabil, ohne gleichzeitig an Qualität durch zu großen Standraum zu verlieren? Wie groß sind die Effekte einer zielgerichteten Pflege wirklich? Welche Baumarten sind aufgrund des sich rasch verändernden Klimas sinnvoll? Diese und andere Fragen werden bei der Jugendpflegeschulung diskutiert. Die Entnahme von Bedrängern wird an Beispielen besprochen und gleich umgesetzt.
Der ertragreiche Weg zum DauerwaldAbschieds-Schulung von Peter Melf, Einführung von Nina Kern, Forstrevier Dietramszell
Peter Melf, inzwischen ehemaliger Revierleiter von Dietramszell, zeigt auf seiner Abschiedsschulung mit der Waldbesitzervereinigung Wolfratshausen den langen, aber ertragreichen Weg zum Dauerwald. Mit dabei: seine Nachfolgerin Nina Kern und die WBV.
Der Weg zum Dauerwald führt zu stabileren Wäldern und damit zu weniger Risiko, höherer Strukturvielfalt und regelmäßigen Einkünften. Der Einstieg gelingt in allen Wäldern, mit allen Baumarten. Wer früh, regelmäßig und mit geringeren Holzentnahmen die Wälder durchforstet und vor allem starke Bäume entnimmt, stellt die Weichen richtig. Eingeladen zu dem Waldrundgang sind alle interessierten Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer und Wegbegleiter von Peter Melf.
Starkholz machen? Aber sicher!Dicke Bäume sicher fällen, ist das nur etwas für Vollprofis? Was sind die waldbaulichen Hintergründe, wie muss ich den Bestand vorbereiten, welche Ausrüstung ist sinnvoll, auf was muss ich bei Fällung und Aufarbeitung achten? Die Revierleiter Siegfried Waas und Florian Forstner stellen mit den beiden WBVen die notwendigen waldbaulichen Vorbereitungen vor, Forstwirtschaftsmeister Thomas Hobmeier demonstriert die praktische Durchführung der Fällung. So viel sei versprochen: Selbst Profis werden noch von seinen Tipps profitieren.
Hinweis: Forsthelm und feste Schuhe sind Pflicht.
Risiko EschentriebsterbenDas Eschentriebsterben hat sich dieses Jahr nochmals intensiviert. Dabei wird die Aufarbeitung der befallenen Eschen immer gefährlicher und unfallträchtiger. Typische Gefahren sind: Äste, die durch die Erschütterung des Stammes während der Arbeit auf Personen herabstürzen können; umbrechende Eschen samt Leiter mit arbeitender Person darauf beim Anbringen des Zugseils; ein falsch geführter Fällschnitt, bei dem dann der Baum in Richtung der arbeitenden Person ausschlagen und diese schwer treffen kann. Um Unfälle zu vermeiden, ist die richtige Gefahreneinschätzung ebenso wichtig wie die richtige Arbeitstechnik und das Werkzeug. All dies zeigen wir bei dieser Schulung, bei der Forstwirtschaftsmeister Thomas Hobmeier die Praxis übernimmt.
Hinweis: Aufgrund des schlechten Wetters musste diese Schulung letztes Jahr zunächst abgesagt und dann im kleinsten Teilnehmerkreis durchgeführt werden. Bei unsicherem Wetter (Sturm/Schneefall) bitte bei Sebastian Schlenz unter 0151/12287445 nachfragen.

