Hohe Waldbrandgefahr in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach

Brennender Wald

@panthermedia

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen warnt vor erhöhter Waldbrandgefahr. Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes erreicht am Wochenende für beide Landkreise die Stufe 4 von 5.

Korbinian Wolf, Bereichsleiter Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Holzkirchen appelliert deshalb eindringlich an alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher in den kommenden Tagen besonders vorsichtig zu sein und darauf zu achten, keine offenen Flammen im Wald oder angrenzenden Gebieten zu entfachen. Das gilt auch für Rauchen, offenes Feuer und Lagerfeuer. Ausflügler sollten überdies die Zufahrten zu den Wäldern freihalten und nur ausgewiesene Parkplätze benutzen. Grasflächen können sich durch heiße Auspuffe entzünden.

„Jede Unachtsamkeit, jede achtlos weggeworfene Zigarette und jeder kleine Funke können aktuell einen folgenschweren Waldbrand auslösen. Abgestorbenes Gras, trockene Nadelstreu und am Boden liegende Zweige sind sehr leicht entzündlich. Höchste Vorsicht ist geboten!“, betont Wolf.

In Anbetracht der geplanten Johannifeuer weist Wolf darauf hin, dass für solche Brauchtumsfeuer im Wald und in dessen Umkreis von 100 Metern grundsätzlich eine Erlaubnis der unteren Forstbehörde notwendig ist. Bei der momentanen Waldbrandgefahr (Stufe 4 von 5) ist aber jegliches Feuer im Wald und in dessen Umkreis von 100 Metern untersagt, um den Wald vor Schäden nach Art. 14 Abs.1 BayWaldG zu bewahren. Somit kann auch keine Erlaubnis erteilt werden“, so Wolf.
„Um den Wald vor Schäden nach Art. 14 Abs.1 BayWaldG zu bewahren, ist bei der momentanen Waldbrandgefahr (Stufe 4 von 5) aber jegliches Feuer im Wald und in dessen Umkreis von 100 Meter untersagt und somit kann auch keine Erlaubnis erteilt werden“, so Wolf.
Auch an die Waldbesitzer richtet Wolf einen klaren Appell: Bei der Borkenkäferbekämpfung anfallendes Reisig- oder Kronenmaterial nicht zu verbrennen, sondern aus dem Wald zu bringen und zu häckseln.
Wie schnell sich Brände ausbreiten können und wie aufwendig ihre Bekämpfung ist, zeigte vor einigen Wochen der Waldbrand am Saurüsselkopf bei Ruhpolding im Landkreis Traun-stein. Nur mit der Hilfe von Löschhubschraubern und hunderten Einsatzkräften konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden.
Nach den Prognosen bleibt die hohe Waldbrandgefahr mindestens bis zum Wochenbeginn bestehen.